Thora-Wimpel, neue Dauerausstellung des Jüdischen Museums, Berlin

Thora-Wimpel Faksimile, Halberstadt 1711, Seide und Silberlan auf Leinen 366 x 21 cm
Hamburg Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt

Berlin gedruckt Originalgröße

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Zum Zusammenbinden der beiden Hälften einer Torarolle dient meist ein langes Leinenband. Seit dem späten Mittelalter war es vor allem bei den deutschen Juden Brauch, dieses Band aus der Windel anzufertigen, die ein Knabe am achten Tag nach seiner Geburt bei der Beschneidung getragen hatte. Zu diesem Zweck wurde die Windel in vier gleiche Streifen geschnitten, welche an den schmalen Seiten zusammengenäht wurden. Dieses Band wurde dann kunstvoll bestickt und von dem Knaben bei seinem ersten Synagogenbesuch, zumeist an seinem dritten Geburtstag, der Synagoge als Geschenk überbracht.

(Zitat st.museum-digital.de, Torawimpel des Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur)

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